Stefan Zweig (1881-1942) - ein großer Europäer und leidenschaftlicher Pazifist

Stefan Zweig (1881-1942) - ein großer Europäer und leidenschaftlicher Pazifist

Rosemarie Ritter, Germanistin
Wie schnell urteilen wir in unserer reizüberfluteten Zeit der rasanten Entwicklungen und Ereignisse Menschen oder Meinungen geringschätzig als "gestrig" ab?
Eine "Welt von Gestern", Stefan Zweigs autobiographische Erinnerungen (1942 posthum erschienen) lassen uns rückblickend eine Welt der Humanität, das Wien der 20er Jahre, das "Goldene Zeitalter der Sicherheit" erleben. Beflügelt von einer Stimmung kultureller Freiheit und Freude am Schönen waren gebildete, wohlhabende Juden bedeutsame Mitgestalter des gesellschaftlichen Lebens eines weltoffenen Großbürgertums.
Zweigs außerordentliche Sprachkraft und seine genaue Quellenforschung lassen seine historischen Figuren wie Marie Antoinette oder Maria Stuart interessant und lebendig erscheinen. In "Sternstunden der Menschheit" erzählt er plastisch und mitreißend von großen Momenten, in denen einzelne Menschen durch plötzliche Eingebungen, beherztes oder zaghaftes Handeln den geschichtlichen Lauf der Welt mitbeeinflussen.
Da er, erschöpft und resigniert, wie in seinem Abschiedsbrief steht, "die Morgenröte einer neu anbrechenden Zeit" nicht mehr abwarten konnte, nahm er sich 1942 im Exil das Leben. Uns bleibt sein vielschichtiges literarisches Werk.

Die Vorlesung findet statt:
Freitag 16.11.18, 19:00-21:00 Uhr (Kursnummer 6150)

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